Urlaub in Amerika

OLYMPUS DIGITAL CAMERASeit nun schon einigen Wochen sind hier in Nordrhein Westfalen Sommerferien. Für meine Familie und mich ging es die ersten drei Wochen in den Urlaub, genauer gesagt nach New York, wo wir einen Rundtrip quer durch den Osten der USA starteten!

27.6 Frankfurter Flughafen: Meine Familie und ich sind auf dem Weg ins Flugzeug. Am Morgen hatte ich wie gewohnt gefrühstückt und mein Basal gespritzt, bevor es in den Zug nach Frankfurt ging. Dort angekommen ging es durch die Sicherheitskontrolle. Mit meinem Diabetes-Kram kein Problem. Und auch die vorher besorgte Flugbescheinigung wollte keiner der freundlichen Mitarbeiter sehen. Also ab ins Flugzeug!

27.6 JFK New York: Nach acht Stunden Flug landeten wir in New York – endlich. Gegessen habe ich im Flieger wenig, nur eine mitgebrachte Bretzel, welche ich zurückhaltend spritzte. Nach der Einreise ging es mit dem Taxi ins Hotel.

1.7 Unterwegs: Wir verlassen unseren ersten Stopp der Reise in Richtung Cape Cod. Hinter uns liegen ziemlich erlebnisreiche und anstrengende Tage. New York ist groß, modern und ziemlich hektisch – ehrlich gesagt genau mein Ding. Ich bin ein Großstadtmensch, da hat mich New York natürlich begeistert. Meine Werte waren im großen und ganzen in Ordnung. Durch das viele Laufen habe ich wenig gespritzt und bin wenn überhaupt spät Abends zu hoch rausgekommen. Außerdem: Fast überall gibt es Kohlenhydratangaben. Ziemlich praktisch!

5.7 Boston: Nach dem zweiten Stopp in Cape Cod ging es weiter nach Boston. Ähnlich wie in New York sind wir auch hier viel gelaufen, dementsprechend auch meine Werte. Nur an den Fahrtagen zwischen den Stopps war ich hin und wieder zu hoch – schließlich sitzt man nur im Auto. Neben einigen Sehenswürdigkeiten und Colleges haben wir uns am 4. Juli, dem amerikanischen Nationalfeiertag, das Bostoner Feuerwerk angeschaut. Auch ein super Erlebnis!

2015-07-09 16-33-23 79711.7 North Conway: Nach den Tagen in der Großstadt ging es erst einmal in Richtung Norden ans Wasser. Dort wanderten wir einige Tage durch Nationalparks, besichtigten kleine Küstenorte oder machten Fährrundfahrten. Trotz allem liefen wir viel, wie eigentlich im ganzen Urlaub, was meine Werte in einem guten Bereich hielt. Abends war mein BZ etwas zu hoch bzw. meine Werte sanken trotz Korrektur nicht. War am nächsten Morgen aber auch wieder besser.

18.7 Philadelphia: Unser Urlaub näherte sich dem Ende. Nach Zwischenstopps in Yale und Washington sind wir in Philadelphia angekommen. Meine Werte sind, trotz der ganzen Lauferei, zu hoch gewesen – manchmal gibt es halt so Phasen. Wir besichtigten unter anderem den Campus in Yale, das Kapitol oder die Liberty Bell.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA19.7 JFK New York: Wieder sind wir in New York am Flughafen. Es geht zurück nach Frankfurt. Mit guten werten starte ich in den Flug, der dieses mal sogar „nur“ sechs einhalb Stunden dauerte, aber auch die gehen rum. Mein Bltzucker hat soweit auch gut mitgemacht. Im Flieger hatte ich mir die abendliche Basalrate drei Stunden später als gewohnt gespritzt. Das morgendliche Basal spritze ich mir auch versetzt, so konnte ich mich auf die sechs Stunden Zeitverschiebung gut über zwei Tage verteilt einstellen. Die Flugbescheinigung kam erneut nicht zum Einsatz und meine Werte stabilisierten sich nach einigen Tagen zu Hause. Insgesamt war es ein wirklich toller Urlaub!

Urlaub in Amerika

Diabetes bei Medenspielen

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIch spiele nun schon seit einigen Jahren Tennis. Wie schon einmal erwähnt, bin ich nicht der einzige in der Familie der im Verein ist und so habe ich früh angefangen. Neben dem üblichen Training stehen bei uns am Anfang des Sommers auch Medenspiele an. Diese kann man mit den Fußballspielen oder Tischtennisturnieren vergleichen, eben nur beim Tennis. Bei Medenspielen treffen zwei Mannschaften mit jeweils vier Spielern aufeinander. Jeder spielt ein Einzel und ein Doppel, sodass insgesamt sechs Punkte zu vergeben sind. Das ganze kann sich dann schon einige Stunden ziehen. Gestern war es wieder soweit und dieses mal auch das erste mal mit Diabetes.

Ich hatte erst gegen 13:30 Mittag gegessen und bin natürlich prompt zu tief heraus gekommen. Also hatte ich schon mal eine halbe BE gegen 15:00 Uhr genommen. Um 15:30 hing ich jedoch immer noch bei 71 mg/dl. Also nochmal eine halbes Traubenzuckerplättchen und eine Sport BE. Unsere Gegner und wir starteten unsere Einzel gegen 15:45. Nach dem ersten Spiel (beim Tennis wird in Spielen und Sätzen gezählt), hatte ich schon einen 91 mg/dl Wert – ich war also auf einem guten Weg. Die Spiele verstrichen und ich verlor den ersten Satz 4:6. Ziemlich ärgerlich, besonders weil ich das Spiel eigentlich im Griff hatte. Dafür wurde der zweite Satz (man benötigt 2 Sätze um zu gewinnen) umso besser: ich habe das Spiel dominiert und 6:2 gewonnen. Also ging es in den dritten und entscheidenden Satz, den ich knapp verlor – ärgerlich!

Nach dem Einzel habe ich dann das nächste mal den Blutzucker gecheckt: 170 mg/dl. Damit war ich ehrlich gesagt ziemlich zufrieden, schließlich kam noch mein Doppel. Aber auch das verlief für mich leider nicht ganz optimal. Mein Doppelpartner und ich verloren beide Sätze – unsere Gegner brachten gefühlt jeden Ball irgendwie wieder zurück. Trotzdem gewannen wir in der Mannschaft 4:2 und darauf kommt es an. Nach den Spielen gab es noch Hot-Dogs, die ich mal nicht spritzte. Nach dem Sport war mein Blutzucker sowieso am sinken und kam schließlich auch gut heraus. Also insgesamt ein wie immer gelungener Medenspielnachmittag, diesmal mit Diabetes.

Diabetes bei Medenspielen

Das FreeStyle Libre für Kinder

Das FreeStyle Libre Flashsystem von Abbott ist für uns Diabetiker ein großes Thema. Es ersetzt das lästige Stechen durch ein einfaches Scannen. Das funktioniert, da ein Sensor, der ständig unter der Haut liegt, dauerhaft die Werte misst. Diese kann man dann durch das Scannen abfragen. Klingt schonmal gut! Außerdem beinhalte es einen Bolusrechner und Trendanzeigen. Den ganzen Spaß gibt es als Starterset für gut 150€, plus jeden weiteren Sensor für 60€. Diese müssen nämlich alle 2 Wochen gewechselt werden.

Inzwischen ist es schon einige Monate auf dem Markt und die meisten sind ziemlich begeistert vom FreeStyle Libre. Leider kann Abbott aufgrund der hohen Nachfrage nicht genug Geräte produzieren. Also erstmal nur eine Warteliste, auf der man sich eintragen kann. Ein weiterer Nachteil für mich: das Gerät ist noch nicht für Kinder zugelassen! Trotzdem gibt es natürlich viele junge Diabetiker die das Gerät (so wie ich) gerne hätten. Und so gab es auch schon eine ganze Menge Familien, die sich auf der Warteschlange haben eintragen lassen oder es schon bekommen haben. Den Erfahrungsberichten zufolge gab es auch keine großen Schwierigkeiten oder Probleme bei Kindern.

Aktuell messe ich noch mit meinem ersten Messgerät, dem VerioIQ von OneTouch. Bis jetzt bin auch recht zufrieden, ein großer Vorteil ist das es relativ wenig Blut braucht. Dennoch freue ich darauf, auch selber (hoffentlich möglichst bald) mit dem FreeStyle Libre zu messen.

Das FreeStyle Libre für Kinder

Diabetes im Alltag

Nach meiner Diagnose habe ich mich oft gefragt, wie sehr Diabetes meinen Alltag beeinflussen wird. Muss ich mich an Essenspläne halten? Kann ich noch weiterhin Tennis spielen? Wie läuft das eigentlich in der Schule? Ich hatte keine Vorstellung davon, wie der Alltag mit der Krankheit aussieht.

Der ein oder andere Zweifel wurde mir bereits während meiner Zeit im Krankenhaus genommen. Doch auch sonst wurde der Diabetes bei mir immer mehr zur Routine. An Essenspläne sind wir Diabetiker schon seit langem nicht mehr gebunden. Es gibt schnell wirkende Insuline, mit denen ist das kein Problem. Tennisspielen kann ich auch weiterhin und solange ich mich im Auge behalte, fällt mein Blutzucker nicht zu tief. Auch in der Schule ist eine kurze Messung und Korrektur immer möglich.

Mit den heutigen Hilfsmitteln und den verschieden Insulinen muss ich sagen, dass der Diabetes zumindest bei mir keine zu große Rolle in meinem Leben einnimmt. Natürlich gehört Spritzen und Messen, sich im Auge behalten und gegebenenfalls Korrigieren zu meinem typischen Diabetes Alltag, aber daran gewöhnt man sich mit der Zeit. Diabetes schränkte mein Leben nicht ein, im Gegenteil, Diabetes hat auch seine positiven Seiten.

Diabetes im Alltag

Urlaub in London

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEs sind wieder Osterferien und die erste Woche nutzten meine Familie und ich für eine Woche Urlaub in London. Samstag Nachmittag fuhren wir zum Köln/Bonner Flughafen. Im voraus hatten wir uns zur Sicherheit gleich zwei Flugbescheinigungen für Diabetiker unterschrieben lassen. Eine von meiner Diabetologin und eine von meinem Hausarzt. Schließlich war es mein erster Flug mit Diabetes und da wollten wir nichts riskieren. Am Flughafen wollte diese aber niemand sehen. Eine freundliche Mitarbeiterin meinte auf unseren Hinweis hin, das würde schon in Ordnung gehen. Also ging es ohne weitere Komplikationen ins Flugzeug und somit nach London.

Am ersten Tag in der Metropole ging es erst einmal Brötchen holen, in einem kleinen, engen Laden direkt an unserem Hotel. Neben einer kleinen Bäckerei bot dieser Laden noch alles andere was man sich so vorstellen kann. Das Schokocroissant und ein wenig Orangensaft brachten mich ca. auf 6 BE. Der Tag selber war dann ziemlich voll bepackt. Mit der U-Bahn ging es zum Buckingham Palace, an den Saint-James Park und von dort aus zu Fuß quer durch den Hyde-Park. Ein Kakao im Saint-James Park, den ich diabetestechnisch als Sport-BE wertete, sorgte dafür, dass mein Blutzucker nicht zu sehr fiel.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIn den folgenden Tagen besuchten wir alle Must-Sees in London: die Tower Bridge, die Saint Pauls Cathedral und West Minster Abbey, die Tate Modern Gallery und jede Menge schöne Parks. Bei Sehenswürdigkeiten wie dem London Eye oder den Houses of Paralament gab es natürlich Sicherheitskontrollen. Jedes mal reichte aber, ähnlich wie am Flughafen, ein kurzer Hinweis bis mich ein Mitarbeiter freundlich und verständnisvoll mit meinem Diabetes-Kram durchwinkte.

Fazit: Meine zugegeben wenigen Blutzucker-Messwerte waren in der Woche im Durchschnitt in Ordnung und mein Diabetes lief problemlos mit. London ist eine tolle Stadt!

Urlaub in London

Was wäre wenn der Osterhase Diabetes hätte?

dbwIch denke, wenn der Osterhase Diabetiker wäre, würde das kaum einen Unterschied machen!

Natürlich würde es ihm das Eieraustragen ein wenig erschweren, da er zwischendurch immer wieder seinen Blutzucker messen müsste. Aber mit einer angepassten Basalrate und einem praktischen CGM-Messsystem würde ihn das kaum aufhalten. Und falls er vor lauter Stress in eine Hypo fällt, bräuchte er nur ein Schokoei einwerfen. Ansonsten hätte er mit den klassischen Ostereiern auch ein kohlenhydratarmen Snack dabei.

Außerdem scheint der Osterhase ein diszipliniertes Tier zu sein, bei allem was er jedes Jahr so leistet. Das sind perfekte Voraussetzungen für den Diabetes-Alltag.

Was wäre wenn der Osterhase Diabetes hätte?

Stadionbesuch bei den Telekom Baskets

20150322_170038Am Sonntag war es mal wieder soweit, ich hatte abermals Stadiontickets. Doch dieses mal nicht beim Eishockey, sondern bei den Telekom Baskets in Bonn. Auch dort war es mein erstes mal und das, obwohl wir nur 10 Minuten entfernt wohnen. Vor der Fahrt hatte ich noch einmal den Blutzucker gecheckt, ein guter 93 mg/dl.

Im Stadion angekommen ging es dann – wie fast üblich – erst einmal etwas essen. Ich habe eine Bratwurst genommen, für die ich praktischerweise nichts spritzen brauchte. Wir hatten zudem ziemliches Glück mit der Spielauswahl, denn an diesem Wochenende wurden die Telekom Baskets 20 Jahre alt. Gefeiert wurde dies mit einer unglaublichen Choreo, die eine große Anzahl der fast 5.000 Zuschauer mit einbezog. Aber auch sonst war die Stimmung klasse!

Neben der leckeren Bratwurst und der einzigartigen Choreo wurde dann auch das Spiel spannend. In einer engen Schlußphase gewannen die Baskets mit 87:80 gegen die Riesen aus Lüneburg. Das hat die Stimmung natürlich noch weiter aufgeheizt. Wie bei fast allen Sportarten, hat sich beim Basketball auch schon eine eigene Kultur entwickelt, bei welcher es wirklich Spaß macht dabei zu sein.

Nach dem Spiel haben wir hungrig noch einen spontanen Zwischenstopp bei McDonalds gemacht. Dort habe ich noch immer einen guten 113 mg/dl Wert, der auch noch nach dem (gut zu berechnenden) Cheeseburger im Zielbereich lag. Ich könnnte mir gut vorstellen demnächst noch einmal bei den Baskets vorbei zu schauen und werde wieder berichten!

Stadionbesuch bei den Telekom Baskets